• Nicht nachdenken - Essen !

    Hier mal noch schnell ein kurzer Beitrag zum leckeren Essen. Das hier ist ein Fisch:
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    Ich wollte ja erst fragen wo denn da das Teil ist das man essen kann. Die erschreckende Antwort: Der ist frittiert und man isst ihn mit Haut und Haar. Mit Augen, Mund, Mageninhalt, Flossen und allem drum und dran. Dadurch dass er frittiert ist, ist das auch alles ganz weich.

    Der Magen schmeckt ein wenig bitter aber sonst war es eigentlich nicht schlecht..Man darf aber eben nicht nachdenken. Direkt neben dem Tisch war auch das Aquarium in dem die Freunde von ihm geschwommen sind. Irgendwie krass aber doch typisch japanisch ..

    Soweit so gut.

  • Besuch aus Deutschland

    So, jetzt folgt nach langer Zeit wieder ein Eintrag. Die letzte Zeit war ich immer sehr beschäftigt und hatte keine Zeit zu schreiben. Erst war 2 Wochen meine Mutter in Japan, danach ist mein Sprachkurs gestartet der am Anfang auch etwas stressig war und ich Vokabular nachholen musste. Aber alles nach der Reihe..

    Wie gesagt war meine Mutter für 10 Tage hier in Tokyo zu Besuch. Wir hatten 10 super Tage und ich denke sie ist mit einem völlig anderen Eindruck von Japan wieder zurückgereist. Wir haben viel angeschaut. Da ich in Tokyo eingentlich schon fast alles gesehen habe, war für mich jetzt nichts Neues dabei. Aber es war trotzdem sehr schön alte Orte wieder zu sehen. Wir waren in Nikko, Kamakura, Enoshima, dem Edo-Museum, auf dem Tokyo-Tower, auf dem Rathaus, in Yokohama, auf dem Landmark-Tower, in Chinatown, in Shimbashi und Ginza, in Asakusa, in Shinjuku und Shibuya. Haben also einiges gesehen.

    Hier mal ein paar Bilder davon:

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    In Nikko (die bekannte Brücke dort)

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    Auf dem Rathaus bei Nebel

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    In Kamakura beim größten sitzenden Buddha der Welt.

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    Nächtlicher Blick vom Tokyo-Tower

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    Das Teehaus in welchem wir eine Teezeremonie mitgemacht haben

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    Die Zubereitung von ...ähm...Monja (ja das ist was zum Essen).

    Es war eine schöne und lustige Zeit die wir alle nicht vergessen werden !!

  • Takao

    Guten Abend !

    Die Obon-Ferien, die bis zum Ende der Woche dauern, haben wir mal zu zweit mit einer Wanderung begonnen. Obon ist die Zeit in welcher ein Großteil der Japaner in ihre Heimat fahren um an die Verstorbenen zu denken. Das ist auch der Grund warum zu dieser Zeit Tokyo ziemlich leergefegt ist. Die meisten Bewohner Tokyos kommen nicht ursprünglich von da. Meist sind sie wegen der Arbeit nach Tokyo gezogen.
    Bevor wir aber am Donnerstag in ihre Heimat fahren, wollten wir nochmal zu zweit was unternehmen. Und da ist es auf Wandern rausgelaufen. Ist ja auch angenehm bei fast 40 Grad ;)

    Es sollte auf der Berg Takao gehen. Den kann man von Tokyo ganz einfach mit dem Zug erreichen. Allerdings ist er nur etwa 600 Meter hoch, also gerade mal ein Pups verglichem mit dem Fuji.
    Wir sind recht früh los und sind dann um 11 Uhr losgestiegen. Der Berg hat wirklich eine schöne Landschaft. Und man läuft lange Zeit an einem Bach entlang der einige Wasserfälle hat.
    Aber natürlich wie fast überall in Japan war dort recht viel los. Und immer wenn man jemandem begegnet ist, hat man sich mit einem kurzen "Konnichi wa" begrüßt. Das fand ich sehr nett, ging einem aber nach dem 1000sten Mal irgendwann etwas auf den Zeiger...

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    Wir sind dann recht früh oben angekommen. Total romantisch ist der komplette Gipfel eine Betonfläche mit vielen Geschäften und Getränkeautomaten. Aber man konnte echt weit sehen. Man konnte die Bucht von Yokohama sehen. Bei gutem Wetter soll man sogar den Fuji sehen können. Dazu wars aber zu dunstig.

    Nach einem kurzen Picknick auf dem Betongipfel sind wir dann wieder abgestiegen und warem schon um 1 Uhr wieder unten. War eine kurze Aktion aber ich war nach den 2 Stunden so fertig wie nie. Mit den Temperaturen hier ist das einfach 5 mal so anstrengend wie normal.

    Wir sind dann wieder zurück in unser Appartment und haben unser Gepäck gepackt. Es sollte nämlich heute Nacht schon mit dem Nachtbus nach Toyama, ihre Heimat, gehen.

    Diesen Bus haben wir dann auch genommen. Natürlich, wie kann es anders sein, konnte ich mal wieder fast nicht schlafen...

  • Alte Kollegen

    Ich hatte mit meinen Kollegen von KDDI, meinem Praktikum letztes Jahr, ausgemacht dass ich sie heute zum Mittagessen treffe. Darauf hab ich mich schon sehr gefreut da ich sie ja immerhin ein halbes Jahr nicht mehr gesehen habe.
    Ich hab mir dazu vorher erklären lassen was ich dem Wachmann am Eingang sagen muss. Der kann nämlich kein englisch. "kiyomoto-san ni aitai n desu ga..". Bedeutet "Ich würde mich gerne Herrn Kiyomoto treffen". Immer diesen Satz im Kopf bin ich dann in meine alte Heimat, Fujimino, gefahren. Den Weg dorthin hab ich noch wie im Schlaf gefunden.
    Dann bin ich zum Gebäude gelaufen. Wieder war der Gärtner da, dem ich eine "konnichi wa", ein "Guten Tag!" gesagt habe. Wie in guten alten Zeiten. Dann am Empfang wollte ich meinen Satz loswerden aber die waren schon vorbereitet. Sie wussten genau was ich wollte und hatten schon das englische Anmeldeformular auf dem Tisch. Es war auch extra eine Kollegin dabei die Englisch sprechen konnte. Das war sehr schade :( Eigentlich wollte ich doch meinen Satz sagen. Egal..

    Es hat dann funktioniert. Ich hab dann eine Namensschildchen mit "Kunde" bekommen. Eines für Besucher gab es nicht :) Mein früherer Betreuer hat später auch gemeint dass das der Grund wäre warum alle Mitarbeiten sich vor mir kurz verbeugen wenn sie vorbeilaufen. Das war sehr lustig.

    Ich bin dann mit meinen Kollegen in mein Lieblingsrestaurant gegangen. Das kleine japanische Restaurant. Und es gab sogar mein Lieblingsmenü. "Sama", also gegrillten Fisch. Das war wieder total lecker !

    Auch nach dem Essen haben wir noch bei einem Kaffee gesprochen. Das war sehr interessant was die Kollegen so machen. Und natürlich hätten sie nie erwartet mich so schnell wieder zu sehen. Dieses Jahr gibts übrigens keinen IAESTE Praktikanten dort. Schade...

    Um etwa 14 Uhr bin ich dann wieder abgereist. Wollte sie dann auch nicht zu lange von der Arbeit ablenken.
    War aber ein wirklich netter Tag an dem alte Gedanken und Erinnerungen wieder hochgekommen sind. Eigentlich wollte ich auch noch zu meinem ehemaligen Apartment laufen aber dazu war es einfach zu heiss. Da wäre ich eingegangen..

    Nen schönen Tag euch noch !

  • Und wieder...

    Heute waren wir wieder am Strand. Aber diesmal nur zu zweit. Und nicht in Enoshima sondern in einer anderen Bucht. Diese war aber trotzdem in der Präfektur Kanagawa. Kanagawa grenzt direkt an die Präfektur Tokyo. Die zweitgrößte japanische Stadt Yokohama liegt übrigens auch in Kanagawa. Aber mal genug Erdkundeunterricht..
    Wir wollten dort an den Strand. Problem: Eine sehr komplizierte Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Erst einige Male Umsteigen mit dem Zug und dann weiter mit dem Bus. Hat insgesamt etwa 1,5 Stunden gedauert bis wir vom Bus in einem Kaff abgesetzt von wo aus weit und breit kein Meer zu sehen war. Da ein Strand nun mal die Angewohnheit hat, dass er am Meer liegt haben wir uns auf die Suche nach Letzterem begeben...
    Am Wegesrand der kaum befahrenen Straße stand dann so eine kompetent aussehende Frau in einer Uniform. Leider hat sie sich für die Frage nach dem Meer als völlig inkompetent erwiesen weil sie keine Ahnung hatte wo man dieses finden kann. Nicht mal eine Richtung konnte sie sagen.
    Da es keine weiteren Leute in dem Kaff gab, sind wir mal bergauf gelaufen. Das war die einzige Richtung in welche man nicht sehen konnte. In allen anderen Richtungen war kilometerweit kein Meer zu sehen.

    Gut, dass Japan eine Insel ist und man zwangsläufig irgendwann das Meer finden muss..

    Auf dem Weg den Berg hinauf kam plötzliche eine Frau von einem Seitenweg die es sehr eilig hatte. Unser "sumimasen" konnte sie nicht hören, so dass wir ihr hinterher gerannt sind. Sie konnte unsre Frage auch sofort beantworten. "Kochira !". Also "diese Richtung !". Als wir uns nach dem Schauen in die von ihr gezeigten Richtung wieder umgedraht hatten, war sie schon weitergelaufen. Aber gut. Los gehts !

    Wir sind dann in die Richtung gelaufen und haben das Meer nach einem ellenlangen Fußmarsch dann auch gefunden. Es war wunderbar sonnig und alles war spitze. Es hätte so ein schöner Tag am Meer werden können aber kaum hatten wir unser Handtuch auf den etwa groberen Sand gelegt, kam ne riesige Wolke. Es wurde auf einmal für japanische Verhältnisse ziemlich kalt. Leider ging die Wolke bis nachmittags nicht mehr weg, so dass wir relativ früh wieder gehen mussten.
    Aber der Strand war nicht wirklich besser wie in Enoshima. Auch sehr sehr viel Müll am Strand und im Wasser. Da macht es kein Spass zu schwimmen wenn man sich immer fragen muss ob das was man gerade berührt hat, eine Plastiktüte oder eine Qualle war... Das ist wirklich ein Problem in Japan. Obwohl Japan sonst sehr sehr sauber ist, schaffen sie es einfach nicht den Strand sauber zu halten.

    Trotzdem wars ein netter Tag. Nach der langen Rückreise waren wir allerdings total fertig !

    Ja mata !

  • Butzel brutzel

    Heute war ich wieder mal am Strand in Enoshima. Dieses mal mit Denton, einem Freund von letztem Jahr. Er ist noch eine Woche hier in Japan. Dann fliegt er nach einem Aufenthalt von einem Jahr wieder zurück nach Australien. Außerdem waren noch 3 Japaner dabei von denen ich 2 schon kannte. Einer war Honda-san, die Namen der anderen konnte ich mir nicht merken..
    Da es diesmal unter der Woche ist, waren nicht so viele Leute hier wie letztes Mal. Wir sind dann sofort mal ins Meer gegangen und sind weit rausgeschwommen. Auf einmal schreit Honda auf, er habe eine Qualle berührt. "Jellyfish, jellyfish !!!". Total im japanischen Englisch hab ich immer "Killerfish" verstanden und mich gefragt was er mir sagen will..
    Ich musste dann aber selbst auch erfahren dass es wirklich jetzt schon Quallen am Strand gibt. Eigentlich sind die erst Mitte August da. Dann aber so viele dass man das ganze Jahr bis Ende November nicht mehr baden kann.

    War aber nicht so schlimm. Ne kleine rote und juckende Stelle. Gesehen hab ich sie leider nicht. War am Meeresgrund und hat meinen Fuß berührt das verflixte Ding

    Wir sind dann raus aus dem Wasser und haben uns hingelegt. Es war aber so heiss dass man das nicht sehr lange ausgehalten hat. Ich hab dann Honda gefragt ob er vielleicht einen Ball hat. Er hat gemeint "einen Ball ?". Dann hat er gemeint er müsste schnell einen kaufen gehen...
    Da war ich so sprachlos dass ich ihn so schnell gar nicht zurückhalten konnte. Mensch, ich wollte doch nicht gleich dass er nen Ball kauft !! Es war doch nur ne Frage ob er einen hat. *grrr* Manchmal ist es wirklich schwer mit den Japanern normal zu kommunizieren...

    Wir haben dann ne Weile Ball gespielt und vor allem die Japaner haben dann immer über die Mädels geredet. "We have to pick up..." Ich hab erst gar nicht kapiert was sie meinen aber sie meinten echt die Mädels am Strand. "Pick up.." Das find ich echt witzig. Als ob man die einfach aufhebt.
    Auch als ich dann erzählt hab dass ich schon eine Freundin hab, dann haben sie sofort gefragt "How did you pickup ?!?". Oje oje... Die Japaner und das Englisch...

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    Nachmittags bin ich dann gegangen weil wir abends noch Freunde treffen wollten. Ich hab Denton Tschüss gesagt da er nicht vor hat eine Abschiedsfeier zu machen. Er möchte gern ohne Party gehen hat er gemeint. Sonst fiele es ihm so schwer weg zu gehen. Aber er freut sich auch wieder auf Australien. Ich denke ein Jahr war genug in Japan für ihn...

    Ich hab mir heute den größten Sonnenbrand meines Lebens zugezogen. Trotz Sonnenschutzfaktor 50 hab ich nen total roten Nacken und die Unterschenkel hats auch erwischt. Eigentlich bin ich da nicht so empfindlich aber das heute war einfach zuviel Sonne für meinen unvorbereiteten Körper.

    dewa, ashita !

  • Japanischer Führerschein

    Konban ha !

    Heute war ich bei JAF, das ist sowas wie der japanische ADAC. Dort kann man für seinen deutschen Führerschein gegen 3000 Yen eine Übersetzung anfertigen lassen. Das ist somit kein offizieller japanischer Führerschein sondern nur eine Übersetzung des deutschen Führerscheins damit die Polizei hier auch versteht dass dieses deutsch geschriebene Visitenkartenteil auch ein Führerschein ist.
    Da der deutsche Führerschein die gesamte Lebenszeit gültig ist, kann ich damit nach jeder Einreise ein Jahr legal fahren. Nach einem Jahr muss ich also kurz wieder ausreisen, einreisen, und er ist wieder ein Jahr gültig :)
    Ziemlich nützliche Sache!
    Die Japaner müssen übrigens regelmäßig eine Theoriestunde wiederholen und einen Sehtest machen damit ihr Führerschein nicht verfällt. Vielleicht ist das auch der Grund warum die Japaner alle so übertrieben langsam rumgurken. Da denkt man ja der schläft ein am Steuer.
    Die Japaner machen übrigens alle nur den Automatik-Führerschein weils hier eigentlich gar keine anderen Autos mehr gibt. Und sie fahren wie schon gesagt sehr langsam und spritsparend. Nicht so sportlich wie wir in Deutschland. Und das obwohl hier die Spritpreise immer noch bei umgerechnet 1 Euro "rumdümpeln".

    Ich habe in diesen 3 Monaten jetzt auf jeden Fall mal vor ein Auto zu leihen und mal zu fahren. Das muss ich einfach mal gemacht haben auf der falschen Seite zu fahren :)

    Heute abend bin ich leider alleine weil sie auf "Nominication" bei der Arbeit ist. Also ein Trinkabend wie es in Japan mit den Arbeitskollegen immer mal wieder gemacht wird. Ich habe mir dann ein gutes Abendessen gemacht. Und zwar Shrimps mit Gemüse in der Pfanne und dazu ne Portion Reis aus dem Reiskocher. oishikatta !

    Morgen gehts wieder an den Strand. Diesmal mit Denton und anderen Leuten. Abends dann treffe ich mich mit Kollegen von ihr und einem anderen Deutschen der hier in Japan lebt. Verspricht ein interessanter Tag zu werden...

    oyasumi !

  • Zweiter Eindruck

    Heute am Sonntag haben wir relativ wenig gemacht. Nur lange geschlafen, geputzt und einkaufen gegangen. Daher möchte ich mal noch ein wenig über unsre Wohnung erzählen.

    Wir wohnen etwa 10 Laufminuten von der Station "Senzoku Ike" der Tokyu Ikegami Line entfernt. Das ist im Südwesten von Tokyo (genau hier).  Mit der Ikegami Line kommt man direkt nach Gotanda, was an der Yamanote Line, der meistbefahreren U-Bahnlinie der Welt, um das Stadtzentrum von Tokyo liegt.
    Im Haus gibt es 5 Zimmer. In einem Zimmer wohnt ein Israeli, der hier Fotografie studiert. Habe mich am ersten Tag ne Weile mit ihm unterhalten und seitdem nicht mehr gesehen. Dann wohnen noch ein jüngerer Japaner und eines Japanerin im Haus die ich beide noch nicht gesehen habe. Außerdem noch ein älterer Japaner dem man dafür ständig sieht.
    Draußen vor dem Haus ist ein kleiner Bach an dem er immer rumwerkelt weils in der Wohnung selbst einfach zu heiss ist. Neulich hat er Algen aus dem Bach herausgeholt weil es wohl zuviele waren. Weil es aber zu schade war sie einfach wegzuwerfen, hat er sie in einer Wanne an den Wegrand gestellt. Mit einem Schild das sagt dass man sie umsonst fürs Aquarium zuhause mitnehmen kann. Das ist auch irgendwie typisch japanisch. Aber sehr nett wie ich finde :)

    Ganz in der Nähe von unsrer Wohnung gibts einen Supermarkt mit einem riesigen 100-Yen-Shop. Das ist sehr gut weil man im 100-Yen-Shop (jede Teil etwa 60 Cent)  viele Sachen für den Alltag findet. Die Qualität ist wie man sich vorstellen kann hervorragend ;) Aber für 3 Monate tuts das meistens.

    Die Wohnung selbst ist eigentlich sehr gut ausgerüstet. Wir haben alles was wir brauchen nur leider keinen Ofen. Das ist schlecht weil ich extra zwei Brotbackmischungen aus Deutschland mitgebracht habe die ich jetzt nicht machen kann... Aber wir haben nen Reiskocher. Und das ist echt eine super Sache. Da tut man nur den Reis und das Wasser rein und der macht den Rest. Und das ist wirklich ein spitze Reis. So richtig klebrig wie er sein muss !

    Das Bad ist allerdings ein klarer Minuspunkt. Die Wanne ist total verrostet und überall Schimmel an den Wänden. Da duscht man wirklich nicht gern. Aber man muss es leider ziemlich oft bei den Temperaturen hier.

    Zum Wetter kann ich nur sagen: War das in Deutschland angenehm !!! Ich hab ja nix gegen Hitze aber hier ist man einfach in so ner Art Dauersauna ohne Abkühlung. Das ist unglaublich anstrengend. Momentan sind es etwa 37 Grad bei 80 Prozent Luftfeuchte. Ich kannte das ja schon von letztem Jahr aber da war ich immer in der Firma mit Dauerklimaanlage. Da ist mir das nicht so extrem aufgefallen.

    (Ich muss jetzt unbedingt mal irgendwo so ein Kabel für meine Kamera kaufen damit ich die Bilder übertragen und hier zeigen kann.)

    Euch eine schöne Woche !

  • Sonne, Hitze und Strand

    Konnichi wa !

    Heute ist Samstag ! Auf Japanisch "dou-youbi", gesprochen "doo-joobi". Das bedeutet "der Tag der Erde". Jeder Wochentag hat in Japan nämlich eine Bedeutung. Und die Woche geht hier mit Sonntag los, der auch hier der Tag der Sonne ist.

    Jetzt aber mal zu dem was wir Samstag erlebt haben: Wir waren heute nämlich am Strand ! Und zwar in Enoshima. Da war ich letztes Jahr auch schon. Eine Kollegin von ihr, Kitahara-san, war auch dabei. Und es war wirklich wieder unglaublich heiss heute. Etwa 35 Grad.
    Der Plan war, erst mal in Enoshima was essen zu gehen. Enoshima ist eine kleine Insel in der Präfektur Kanagawa, nahe Kamakura (siehe hier ). Spezialität für diese Insel ist "Shirazu". Das sind kleine Fischchen, vielleicht 1 cm lang. Man isst sie roh oder gekocht auf einer Portion Reis. Nach langem Aufstieg auf den Berg auf der Insel, haben wir das entsprechende Restaurant auch gefunden. Es hatte eine wirklich unglaubliche Aussicht !!
    Ich habe dann mal eine Portion mit halb roh und halb gekochtem Shirazu bestellt. Und ich muss sagen dass das gekochte wesentlich besser ist. Ich konnte zwar auch das Rohe alles essen aber man fühlt sich dabei immer irgendwie beobachtet. Liegt vielleicht an den vielen kleinen Fischäugchen die einen ständig anschauen... Auf die Frage wie es mir schmeckt hab ich mal diplomatisch mit  "hmmm...interessant " geantwortet.

    Danach sind wir zum Strand. Auf dem Weg dorthin haben wir noch 6000 Yen (etwa 30 Euro) einfach so auf der Straße gefunden und der Rest des Tags war gerettet :) Den ersten Teil davon haben wir verwendet um Bananenboot zu fahren. Das ist so ne Banane die von nem Motorboot gezogen wird. Kennt bestimmt jeder. War echt sehr lustig und man hat echt keine Chance sitzen zu bleiben wenn der Fahrer es nicht will...haha ! Allerdings bei der Hitze ziemlich kräftezehrend.
    Danach waren wir noch so am Strand und haben bissle gebaded. Ich hab noch nie so viele Leute auf einem Fleck gesehen !!! Aus der Ferne hat man den Strand gar nicht gesehen. Nur Leute. Boa !!! Ist irgendwie nicht so entspannt gewesen aber trotzdem sehr erfrischend !

    Danach sind wir wieder zurück gefahren. Die Kollegin hat sich wieder verabschiedet und wir sind noch nach Yokohama und etwas in Chinatown rumgelaufen und haben abend gegessen.

    Also insgesamt ein sehr schöner Tag aber abends waren wir unglaublich fertig.

  • Komplizierte Augenspülung

    Heute habe ich einen alten Freund aus Australien getroffen. Denton. Er war bereits während meinem Praktikum letztes Jahr in Japan und hat noch ein Semester hier studiert. Allerdings wird er am 11. August wieder zurück nach Australien fliegen.
    Wir haben uns heute zum Mittagessen hier in Senzoku Ike getroffen. Seine Uni liegt in Laufreichweite von hier. Für ihn wäre unsre Wohnung ideal aber er muss 45 Minuten zwischen seiner Wohnung und der Uni pendeln.
    Wir sind dann kalte Soba mit Tempura essen gegangen (kalte Nudeln mit frittiertem Gemüse). Denton kann recht gut Japanisch daher war die Bestellung kein Problem. In so nem Kaff wie dem hier spricht ja keiner Englisch. Das war auch sehr lecker und sehr viel. Und bei den heissen Temperaturen genau das Richtige. Seltsam war nur dass es ein rohes Ei dazu gab. Wir wussten nicht recht was man mit dem macht und Denton hat es kurzentschlossen mit der Soja-Sauce vermischt. Das sah ziemlich übel aus aber da es außer der Soja-Sauce kein weiteres Schüsselchen gab, musste man es wohl so machen. Habs dann auch zusammengemischt. Geschmack war...ahm...gewöhnungsbedürftig.

    Danach hat er gemeint er hätte schon den ganzen morgen was im Auge. Und er hatte nen Freund gefragt ob er so ein Gerät zum Ausspülen der Augen hat. Der hat ihn dann auf dem Handy angerufen und gemeint wir sollen doch mal kurz vorbeikommen. Wir sind dann schnell zur Uni gelaufen und er hat uns in einen Reinraum geführt. Das ist so ein Raum in dem kein Schmutz und fast kein Staub ist. Wir mussten dann so Ganzkörperanzüge, spezielle Socken und Schuhe und ein Mütze aufziehen. Ich hab gedacht ich bin im falschen Film. Und das nur um mal das Auge auszuspülen ?!?
    Wir sind dann durch die Schleuse in den Raum. Leider war der Platz an dem das Augenspülgerät stand durch einen anderen Mitarbeiter besetzt. Dentons Freund hat uns dann mal bisschen rumgeführt und alles gezeigt. Seinen Arbeitsplatz und was alles explodieren kann wenn man es falsch anfasst...
    Nachdem der Kollege der Arbeitsplatz dann verlassen hatte, konnte Denton endlich seine Augen spülen. Nur wie merkt man dass man nichts mehr im Auge hat ? Die Frage konnte ich ihm nicht beantworten. Wenns halt weg ist ?

    Nach einigen Spülvorgängen haben wir dann den Raum wieder verlassen und haben noch ein kleines Fotoshooting in den Anzügen gemacht. Dann haben wir uns von Dentons Freund verabschiedet und haben entschieden etwas zu Trinken zu kaufen und uns an den Tamagawa, einen großen Fluss in Tokyo zu setzen.
    Wir haben uns dann Ewigkeiten unterhalten und ich bin abends gegen 19 Uhr wieder zurück zur Wohnung weil Denton noch andere Pläne hatte. Ich war auch echt muede. Leider bin ich heute alleine weil sie heute ein Fest bei der Arbeit hat. Ich habe dann noch etwas Japanisch gelernt und wir sind dann auch gleich schlafen gegangen als sie zurückgekommen war.

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